10 Perlen, die Ihnen als Produktmanager bei der Digitalisierung helfen

10 Perlen, die Ihnen als Produktmanager bei der Digitalisierung helfen

Unternehmen beginnen über die Digitalisierung Ihrer Produkte nachzudenken, um neue Geschäftsmodelle auszuprobieren, alternative Servicekonzepte rund um das Produkt zu etablieren oder den Herausforderungen der vernetzten Welt zu begegnen.

Viele dieser Unternehmen erstellen hierfür Ihre eigene Systemlandschaft und suchen nach Hilfsmitteln und Prozessen. Ziel ist es, dass sowohl die IT- und Softwareabteilung als auch die fachlichen Anforderer gemeinsam an innovativen Ideen arbeiten können.

Der naheliegende Weg führt dann zu Projekten, die Verknüpfungen zu verschiedenen Datenquellen schaffen, sich damit beschäftigen Services über unterschiedliche Backend-Systeme zu orchestrieren oder über Caching-Mechanismen zu diskutieren. Eine Vielzahl der Projekte scheitert bereits bei dem Versuch, die korrekte Zuordnung und Transformation von Daten zwischen zwei Endpunkten zu entschlüsseln.

Statt viel Zeit und Energie in diese ineffizienten Tätigkeiten zu investieren, helfen Ihnen die folgenden zehn Punkte dabei, die digitale Transformation Ihrer Produkte zu meistern.

1. Schaffen Sie Lösungen für heute und denken Sie an morgen

Während sich Produkteigenschaften permanent ändern und sich Produktstrategien in einem unerbittlichen Tempo neuen Marktsituationen anpassen, werden zusätzlich von Seiten der Kunden neue Interkationsmöglichkeiten und zusätzliche Funktionen gefordert.

Digital vernetze Produkte müssen sich deshalb dynamisch aus verschiedenen Diensten zusammensetzen und dürfen kein unflexibles monolithisches System als Grundlage haben. Erstellen Sie bereits in den ersten Schritten ein hochmodulares Netz von Diensten. Dies ermöglicht zukünftige Änderungen leicht umzusetzen und bietet ein Netzwerk genau definierter Funktionen.

Trennen Sie sich von fest „verdrahteten“ Strukturen.

2. Produktstrategie ist Plattformstrategie

Nachfragewellen können unberechenbar sein. Kunden und Partner verlangen nach permanent verbesserten Diensten und immer ausgefeilteren Erlebnissen. Während sich Produkte geplant entwicklen, können sich diese Anforderungen ganz unerwartet vergrößern.

Bevor Sie einen digitalen Dienst für Ihr Produkt in einer Plattform bereitstellen, muss dieser getestet und abgesichert werden – von den internen grundlegenden Systemen und Daten, den ganzen Weg hinauf bis zu den öffentlichen Interaktionspunkten.

Seien Sie bereits heute für die Plattformen von morgen gerüstet.

3. Sehen Sie Ihre API als Produkt

Heute ist die Benutzungsoberfläche der primäre Berührungspunkt (Touchpoint). Zukünftig werden APIs diese Rolle einnehmen.

Verschiedene fachliche Komponenten, die über eine API zu neuen Produkten oder Teilprodukten zusammengeführt werden erfordern, dass jede einzelne Komponente in sich verstanden und durch Feedback-Schleifen geprüft wurde.

Entwickler schnellstmöglich produktiv einzusetzen und in das API-Benutzer-Erlebnis zu investieren ist für die digitale Transformation Ihres Produktes essenziell. Ihre öffentliche API sollte für Entwickler attraktiv und leicht zu nutzen sein.

Machen Sie das API-Benutzer-Erlebnis zur Priorität.

4. Seien Sie agil, aber auf die richtige Weise

Agilität bei der Beantwortung von Kundenanfragen ist der Schlüssel. Teams müssen in der Lage sein, schnell Prototypen zu erstellen, Feeback einzuholen, sich anzupassen und Korrekturen vorzunehmen ohne internes Chaos zu verursachen.

Denken Sie in Modulen und Teilprodukten sowie in Funktionen, die schnell neu erstellt, auseinandergenommen, geändert und wieder zusammengesetzt werden können. Hierfür müssen alle fundamentalen Services, die das Produkt bzw. das gesamte Ökosystem betreffen, auffindbar und gut dokumentiert sein.

Gestalten Sie das API-Nutzungs-Erlebnis.

5. Verwenden Sie Hilfsmittel für moderne Softwareentwicklung

Die Top-Unternehmen mit vernetzten Produkten verknüpfen DevOps Best-Practices mit einem schlanken Anforderungsprozess, kontinuierlicher Bereitstellung von Zwischenstufen (Continuous Deployment), automatisiertem Testen und automatisierter Auslieferung der finalen Applikation.

Der Schlüssel liegt in der Reduzierung der durchschnittlichen Zeit bis zum produktiven Einsatz. Diese wird durch die Minimierung von manuellen Tätigkeiten sowie die Beschränkung von Übergaben und Abstimmungen zwischen der Entwicklung und dem Betrieb auf ein Minimum erreicht. Zusätzlich ergeben sich positive Auswirkungen auf die Zusammenarbeit, die Prozesse und Abläufe sowie auf die Planung von Ressourcen, wenn der gesamte Entwicklungs-, Test- und Auslieferungsprozess automatisiert wird.

Schaffen Sie Ihre automatisierte DevOps Infrastruktur.

6. Haben Sie eine Strategie zur Vernetzung

Der API-geführte Ansatz ist der aktuelle Standard für die digitale Transformation. Er ermöglicht die strategische Nutzung und Wiederverwendung von Infrastruktur und Diensten. Im Gegensatz dazu führt die naheliegende Lösung von fest „verdrahteten“ APIs dazu, dass diese für multiple Teams nur schwer umzusetzen sind und im Laufe der Zeit zu immer mehr direkten Verbindungen und somit versteckten Abhängigkeiten führen. Diese vermindern mit der Zeit die Qualität, die Zuverlässigkeit und die Wartbarkeit Ihres Produkts.

Machen Sie es so einfach wie möglich, sich mit der Infrastruktur Ihres digitalen Produktes zu verbinden. Hierfür sind APIs und Services der richtige Weg. Veröffentlichen Sie Verbindungsbeispiele, die leicht zu finden sind und über den Produktlebenszyklus stetig angepasst werden. Vermeiden Sie Zeitfresser wie z. B. die bei jeder neuen Produktversion immer wieder aufs Neue geschaffene Kommunikationskomponente.

Vereinfachen Sie die Möglichkeit der Vernetzung.

7. Kooperieren Sie, um technische Schulden zu minimieren

Ermöglichen Sie der Produktentwicklung zu experimentieren, zu simulieren, zu testen und regelmäßige Rückmeldungen zu erhalten. Kunden und Benutzer schnellstmöglich zu beteiligen gibt Ihnen die Möglichkeit, Erkenntnisse über die Nutzbarkeit und Akzeptanz des Produkts zu erhalten. Die Zusammenarbeit mit anderen Entwicklern sorgt für den Austausch und die individuelle Anpassung von Best-Practices in der technischen Gestaltung.

Gelebte Zusammenarbeit führt langfristig zu hoher Qualität, Zuverlässigkeit sowie gut geplanten und sinnvoll strukturierten Systemen.

Teilen Sie Wissen und Best-Practices. Ermutigen Sie zur Zusammenarbeit.

8. Schaffen Sie eine transparente Architektur

Digitale Produkte, die durch APIs unterstützt werden, können komplexe Abhängigkeiten zwischen verschiedensten Teilsystemen haben. Die Klarheit und Kenntnis über die jeweilige Architektur ist der Schlüssel zum Verständnis der kritischen Bruchstellen eines Produkts. Außerdem bieten beide hilfreiche Unterstützung bei der strategischen Planung z. B. wie und wann bestimmte Zugriffsbeschränkungen innerhalb der Architektur umgesetzt werden müssen.

Beobachten Sie Ihre individuellen APIs und Microservices. Nutzen Sie vorausschauende Analysen und präventive Maßnahmen, um ein Zusammenbruch Ihres Systems zu verhindern. Wenn es zu einem Ausfall kommt müssen Sie wissen, wie Sie schnell den Fehler lokalisieren und auf Probleme reagieren können.

Dokumentieren und überwachen Sie jeden Ihrer Dienste.

9. Schaffen sie Verteidigungsmechanismen bis in den letzten Winkel

In der digitalen Welt ist es nur eine Frage der Zeit, bis Ihre Systeme angegriffen werden. Während der Entwicklung wird die Nutzung und Implementierung von Sicherheitsmaßnahmen oft nicht mit der nötigen Aufmerksamkeit verfolgt. In der Regel werden diese Themen erst nach Fertigstellung der Entwicklung adressiert, was zu teilweise unwirksamen Lösungen führt.

Stellen Sie sicher, dass von Anfang an das Thema Sicherheit in die Gestaltung der digitalen Dienste aufgenommen wird. Dies gilt sowohl für die Gestaltung der Architektur als auch für die Definition von Richtlinien für den Betrieb. Schaffen Sie klare und kontrollierbare Verantwortungsbereiche durch interne Mikro-Türen (Micro-Gateway) und durch einheitlich definierte Sicherheitsvorgaben.

Sichern Sie sich intern ab und überwachen Sie global.

10. Schaffen Sie ein Netzwerk für Ihr Produkt

Der Erfolg eines digitalisierten Produktes liegt in der Vernetzung, dem Austausch von Geschäftsdaten und den Geschäftsabläufen – anders gesagt einem Netzwerk aus Microservices. Änderungen sind unvermeidbar und führen zu neuen Funktionen, die sich aus verschiedenen Einheiten zusammensetzen, die miteinander kommunizieren.

Eine zukunftsweisende Produktstrategie sollte eine Architekturvision beinhalten, die auf einem großen Netzwerk von Diensten beruht. Ein solches Netzwerk zu schaffen erfordert eine klare Strategie, wie einzelne Services und Funktionen gestaltet, erstellt, abgesichert, verwaltet und überwacht werden.

Das entscheidende Teil für Ihr digitalisiertes Produkt kommt von außen. Beginnen Sie jetzt mit der Planung dafür.

Und was nun?

Zum Abschluss ein paar Fragen, die Sie sich stellen sollten:

  • Denke ich bereits in modularen Einheiten, die durch APIs verfügbar sind?
  • Habe ich eine Organisation, die für die digitale Transformation empfänglich ist?
  • Teilen meine Entwickler ihre Best-Practices untereinander?
  • Kann ich meine Systemlandschaft schnell überwachen und bin ich überzeugt, dass sie die Standards und Best-Practices für eine moderne Architektur und einen sicheren Betrieb erfüllt?

Wo soll ich starten? Wie soll ich starten? Wie sehen die Schritte zur erfolgreichen digitalen Transformation aus?

Kontaktieren Sie uns, wir finden gemeinsam heraus, welcher Weg für Sie der beste ist.

2016-12-28T15:01:15+00:00 4. Oktober 2016|Know-how|0 Kommentare

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